Von Veganismus bis zu Whisky und Leistungsdruck
20.01.2026
Gelungener Abiturprüfungsauftakt an der KGS Herzog Ernst
„Ich habe heute durchweg gute und sehr gute Kolloquien erlebt!“, freute sich Seminarfachlehrer Thomas Kaminski nach Abschluss der Prüfungen im Seminarfach am Freitag, dem 16. Januar 2026 an der KGS Gotha. Auch Mimik und Gestik der Schüler drückten Freude aus. Viele hielten den Daumen nach oben und lächelten, nachdem sie von Mitschülern und Lehrern nach ihren Ergebnissen befragt wurden. „Eine Prüfung kann ja richtig Spaß machen.“, schmunzelte Nele Trott, die gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen Eliza Israilova, Wafaa Rasheed und Leonie Korff die Lebensgeschichten ihrer Großmütter aus verschiedenen Kulturen im Wandel der Zeit und der Systeme verglichen hatten.
Auch in diesem Jahr gab es eine große Bandbreite an Themen von Wildkräutern über Whisky, Veganismus, Hausschlachtung bis hin zum Tierschutz. Viele der Schülerleistungen haben auch einen großen Nachhaltigkeitswert für die Schule. Wie kann Hannah Höch in den Unterricht integriert werden? Welche Möglichkeiten gibt es, den Schulsport zu optimieren? Welche Rolle spielen die unterschiedlichen Religionen in der Schülerschaft? Wie empfinden Schülerinnen und Schüler den Leistungsdruck zwischen Klasse 5 und Klasse 10? …
Sehr eng war auch die Zusammenarbeit mit vielen externen Partnern wie z.B. Dr. Cornelia Vandahl von der TU Ilmenau, die Theo Ballenthin, Daniel Ciucá, Jannis Jankow und Jenny Schindler bei der Untersuchung der Beeinflussung der Umwelt durch künstlichem Licht unterstützte. Den zahlreichen Helfern gilt nicht nur Dank für die fachliche Unterstützung, sondern auch für die Wertschätzung, die sie den von ihnen betreuten jungen Leuten aussprachen, so z.B. Dr. Matthias Wanitschke, Bildungsreferent des Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Er begleitete Johanna Dahmen, Karina Efremov, Finia Platen und Jolina Swora bei der Sicherung der Lebensgeschichte von Ines Wagner, einer ehemaligen Schülerin der POS Dr. Theodor Neubauer, die als Schülerin in einen Jugendwerkhof der DDR eingewiesen worden war. Die schönste Belohnung für diese herausragende Arbeit waren neben dem besonderen Lob des Fachbetreuers eine glückliche Zeitzeugin, die Anerkennung durch zahlreiche in die Arbeit eingebunden Menschen und die volle Zahl an Notenpunkten.
Allen angehenden Abiturienten des Jahrgangs A26 herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Prüfungsauftakt!