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Projektarbeitspräsentationen 2026

  26.04.2026

Am 23. und 24. April 2026 haben die Klassen 10a und 10b ihre Projektarbeitspräsentationen gehalten und damit den Schlusspunkt unter eine Arbeitsphase gesetzt, die schon im zweiten Halbjahr der 9. Klasse begonnen hatte. Die Projektarbeit gehört in Thüringen fest zum Regelschulbildungsgang, so wie später in der Oberstufe die Seminarfacharbeit den Weg zum Abitur begleitet. Über anderthalb Jahre hinweg arbeiteten die Gruppen, zu je drei bis fünf Schülerinnen und Schülern, an ihren Projekten: von der ersten Idee über die Planung bis zur konkreten Umsetzung, begleitet von betreuenden Lehrerinnen und Lehrern, aber inhaltlich in eigener Verantwortung. Am Ende dieser langen Phase stehen die Präsentationen, in denen die Ergebnisse vor einem Prüfungskomitee vorgestellt und von diesem bewertet werden.

Bei uns steht dabei ganz bewusst die praktische Umsetzung im Vordergrund. Anders als im Seminarfach, das stärker theoretisch ausgerichtet ist, sollen unsere Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang der Regelschule etwas Konkretes auf die Beine stellen: etwas bauen, organisieren oder vermitteln. Ein Blick auf die Themen dieses Jahrgangs zeigt, dass der Ansatz aufgeht.
Die Anspannung vor den Vorträgen ließ sich an diesen beiden Tagen kaum übersehen. Die Räume waren hergerichtet, die Präsentationen geprobt, das Auftreten souverän. Und in jeder Gruppe war zu sehen, dass tatsächlich etwas entstanden ist, was man anfassen, zeigen oder erleben kann.

Donnerstag, 23. April

Den Anfang machten Milena, Vivienne, Sylvia, Nele und Jakob mit der Frage „Wie geht es nach der Schule weiter?”. Sie produzierten kurze Videos im Stil bekannter Social-Media-Formate, die zum Beispiel BVJ, BFS, duale Ausbildung oder FSJ näher erklären, dazu ein Plakat für die Berufsorientierung.
Julia, Leni, Isabella und Peyton organisierten einen Workshop auf Schloss Friedenstein und im Herzoglichen Museum. Ihre Idee: Beide Häuser einmal nicht als Kulturorte zu zeigen, sondern als Arbeitgeber. Eine 8. Klasse durfte dabei selbst in verschiedene Berufe hineinschnuppern.
Johanna, Leona und Hannah widmeten sich dem Thema Nahrungsaufnahme und Verdauung. Mithilfe eines selbstgebauten Modells erklärten sie einer Klasse die Abläufe im Verdauungssystem, anschaulich und nachvollziehbar.
Sportlich wurde es bei Haley, Lenni, Lenny und Mika: Sie stellten für die Klassenstufen 5 und 6 eine Fußball-Mini-WM auf die Beine und führten sie erfolgreich durch.
Marie-Luise, Erik und Lena fertigten in der Schulwerkstatt Hinweisschilder aus Holz, für die Streuobstwiese und die Bienenweiden auf unserem Schulgelände.

Freitag, 24. April

Céline, Helene, Tamina und Jannik knüpften mit „Fit für den Notfall. Erste Hilfe macht Schule” an eine Projektarbeit aus dem Vorjahr an. Sie entwickelten neue Erste-Hilfe-Karten im gleichen Design und ergänzten das bestehende Material damit sinnvoll.
Roman, Johannes, Tamino und Luke packten im Schulgarten an: Sie bauten neue Hochbeete und setzten bestehende Anlagen instand. Ihre Arbeit bleibt, und zwar sichtbar.
Collin, Benjamin, Hendrik und Lennox waren „Dem Plastik auf der Spur” und machten die Folgen von Plastik im Alltag auf verschiedene Weise erfahrbar.
Lea, Roya, Lennox und Luca entwarfen eine große Schautafel aus Holz, die Berufsfelder wie IT und Computertechnik, Architektur und Bautechnik, Elektro und Gesundheit vorstellt, jeweils verknüpft mit Ausbildungsstandorten aus der Region.  Zum Abschluss stellten Samuel, Julian und Tim ihr Konzept für den letzten Schultag der Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang der Regelschule vor. Die Umsetzung kommt noch, das Vorhaben aber ist bereits überzeugend.

Ein Wort zum Schluss

Was an diesen beiden Tagen zu sehen war, verdient Anerkennung. Die Präsentationen bewegten sich auf einem wirklich hohen Niveau, die Themen waren sorgfältig durchdacht, die Umsetzungen oft mit viel Herzblut verbunden. Man hat gespürt, dass hinter jeder Gruppe eine lange Arbeitsphase steckt, und dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Projekte übernommen haben. Genau das ist uns im Bildungsgang der Regelschule wichtig: dass unsere Jugendlichen nicht nur etwas lernen, sondern auch lernen, etwas zu machen.

Danken möchten wir den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern, die den ganzen Prozess begleitet haben: Frau Bonsack und Herrn Bickel, Frau Wulf, Herrn Schmidt, Frau Güth, Herrn Patzer, Frau Roßmann, Herrn Tejkl und Frau Stein.
Ein ebenso herzlicher Dank geht an alle, die uns von außerhalb der Schule unterstützt haben: an unseren Kooperationspartner, die Stiftung Friedenstein, an die Agentur für Arbeit, namentlich Frau Wedekind als unsere Berufsberaterin, an die REWE-Gruppe, Paulaner, die Bäckerei Salomon und natürlich an den Förderverein der KGS Herzog Ernst Gotha.

Bleibt festzuhalten: Zwei Tage, die gezeigt haben, wozu unsere Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, wenn man ihnen Zeit, Vertrauen und ein Thema gibt, das sie selbst in die Hand nehmen dürfen.​​​​​​​​​​​​​​​​

Bilder: Christian Schmidt und Marcus Patzer / Text: Marcus Patzer, Koordinator Regelschule

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