Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald
24.02.2026
Am 24. Februar 2026 besuchten die Klassen 9a bis 9e sowie 10a und 10b unserer Schule die Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar. Insgesamt machten sich rund 170 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf den Weg, um einen Ort aufzusuchen, der wie kaum ein anderer für die Verbrechen des Nationalsozialismus steht.
Zu Beginn unseres Aufenthalts versammelten wir uns als Schulgemeinschaft an der Gedenkplatte, deren Temperatur an die Körperwärme eines Menschen erinnert. Dort legten wir ein Gebinde nieder und hielten inne. Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, die in Buchenwald ihr Leben verloren haben, und als Zeichen des Respekts. In diesem Moment wurde deutlich, dass Erinnerung nicht nur Rückblick ist, sondern auch ein Auftrag. Jeder Einzelne trägt Verantwortung dafür, dass Ausgrenzung, Gewalt und Unmenschlichkeit keinen Platz in unserer Gesellschaft finden.
Im Anschluss erkundeten die Klassen gemeinsam mit ihren Geschichtslehrern das weitläufige Gelände der ehemaligen Lageranlage. Dabei stand nicht allein das historische Wissen im Mittelpunkt, sondern vor allem die Frage, was die Häftlinge hier ertragen mussten und wie systematisch Menschenwürde zerstört wurde. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich betroffen davon, wie nah Geschichte an diesem Ort spürbar wird. Zugleich stellten sie während der Rundgänge zahlreiche Fragen. Ein Zeichen dafür, wie wichtig es ihnen ist, dieses Unbegreifliche zumindest ansatzweise zu verstehen.
Nach den Rundgängen hatten die Jugendlichen Gelegenheit, die Dauerausstellung zu besuchen. Das vertiefende Auseinandersetzen mit Einzelschicksalen fand anschließend im gemeinsamen Film statt, in dem Zeitzeugen selbst zu Wort kamen. Ihre Berichte machten deutlich, dass hinter den historischen Zahlen immer Menschen mit Hoffnungen, Familien und Lebensgeschichten standen. Für viele war dies der emotional intensivste Teil des Tages.
Die Exkursion hat einmal mehr gezeigt, dass historisches Lernen nicht nur im Klassenraum stattfindet. Orte wie Buchenwald machen Geschichte greifbar und erinnern uns daran, dass Demokratie, Menschenrechte und gegenseitiger Respekt keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern täglich neu gelebt werden müssen.