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Her­aus­ra­gen­des En­ga­ge­ment unserer Schüler

  26.01.2019

Respekt, was unsere Schüler gemeinsam erreichen können! Angeregt durch Anna Kühn und Lea Rückbeil or­ga­ni­sier­te die Schü­ler­ver­tre­tung eine Spen­den­ak­ti­on für die Verlegung von drei Stol­per­stei­nen für Louis, Martha und Lore Neuhaus. Die Resonanz war be­ein­dru­ckend. Bei der Zu­sam­men­kunft der Schü­ler­spre­cher am 25.01.2019 in der Aula wurde ein Spen­den­er­trag von 475,14€ gezählt. Gespendet hatten die Klassen, Lehrer, Mit­ar­bei­ter, aber auch Freunde und Bekannte. Mit dem be­acht­li­chen Betrag ist es nun möglich, die gesamte Familie mit der Stol­per­stein­ak­ti­on wieder in Er­in­ne­rung zu bringen.

Parallel dazu er­for­schen Anna und Lea die Ge­schich­te der Gothaer Familie. Dabei haben sie über­ra­schend viele Daten her­aus­ge­fun­den. Zwar gibt es viele Dokumente, aber leider bislang kein einziges Bild. Hier die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen in Kürze: Louis, Martha und Lore Neuhaus wohnten in der Wal­ters­häu­ser Straße. Der Vater war Prokurist, also An­ge­stell­ter mit han­dels­recht­li­chen Be­fug­nis­sen, und Teilhaber der Thüringer Klei­der­wer­ke Ro­sen­blatt.

Diese Firma wurde von den Nazis enteignet, „arisiert“, wie man es damals for­mu­lier­te. Auch die Wohnung musste Familie Neuhaus verlassen und in ein Haus auf der ge­gen­über­lie­gen­den Stra­ßen­sei­te ziehen. Schließ­lich gelang die Emi­gra­ti­on, jedoch nicht wie geplant in die USA, sondern in die Nie­der­lan­de. Nach dem deutschen Einmarsch in das Nach­bar­land wurde die Familie im Lager Wes­ter­bork in­ter­niert und dann nach The­re­si­en­stadt de­por­tiert. Die Eltern mussten von dort auf Transport nach Auschwitz. Beide wurden kurz nach ihrer Ankunft an diesem Ort ermordet. Die Tochter überlebte und wanderte später nach Israel aus.

 

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