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Die Klassen 8b und 8d beim Girlsday und Boysday

  31.03.2019

Am 28.03.2019 waren die Klassen 8b und 8d im Rahmen des Girls- bzw. Boysdays in Walters­hausen, um in ganz unterschiedliche Berufs­gruppen hinein­zu­schnuppern. Die Idee dieses speziellen Tages ist es, dass Mädchen sich in Berufen erproben, die klassi­scherweise als „Männer­berufe“ angesehen werden und Jungen ihre Vorstel­lungen in „Frauen­berufen“ zur Disposition stellen.

Das Bionik­zentrum, sowie die Unternehmen HAKO GmbH und Continental AG öffneten ihre Türen ab 8:30 Uhr für die Mädchen der beiden Klassen. Auf dem Programm des Bionik­zentrums stand das Experi­men­tieren mit Technik, deren Funkti­onsweise aus der Natur entlehnt wurde. Nachemp­funden wurden so zum Beispiel der Fin Ray Effekt oder die Funkti­onsweise eines Klettver­schlusses. Bei HAKO durften sich die Mädchen in einem Multicar fortbewegen und waren erstaunt, was in solch einem Fahrzeug alles möglich ist. Insgesamt stand das Mitmachen und Auspro­bieren im Mittelpunkt, was einen guten Einblick in die Arbeit der Unternehmen vermittelte. So konnten sich einige Mädchen nach dem Tag durchaus vorstellen, einen eher technischen Beruf mit in ihre Berufs­wahl­über­le­gungen zu nehmen.

Bei den Jungen der achten Klassen standen soziale und Pflege­berufe im Mittelpunkt. Sie unterstützten die Mitarbei­te­rInnen des Senioren-Wohnhauses Landgraf GmbH und des Diakonischen Altenzentrums Sarepta in ihrer täglichen Arbeit. Sowohl die SeniorInnen, als auch die Mitarbei­te­rInnen und letztlich die Schüler selbst empfanden den Tag als sehr angenehm und gewinn­bringend. Vor allem der direkte Kontakt mit den alten Menschen wurde von den Jungen als positiv empfunden. Dass es auch in der Pflege körperlich anstrengend werden kann, merkten die Jungen spätestens, als es um die Arbeiten im Außenrevier der Senioren­anlagen ging. So verschwanden bei ihnen schnell die Vorstel­lungen von scheinbar klassischen Männer- und Frauen­berufen, was als ein großer Gewinn des Tages gewertet werden kann.

Organisiert wurde der gesamte Tag durch die Agentur für Arbeit Gotha. Ein großer Dank gilt hierbei der Beauftragten für Chancen­gleichheit am Arbeitsmarkt, Frau Rausch, sowie der Berufs­be­raterin an der KGS Herzog Ernst, Frau Wedekind, die den Tag durch ihre Planung und Begleitung zu einem ganz besonderen Erlebnis für die Achtkläss­le­rInnen gemacht haben. Darüber hinaus sorgten sie dafür, dass die Schüle­rInnen an diesem Tag durch ein Kamerateam des MDR begleitet wurden, was sich schließlich in einem Beitrag im Rahmen des Thürin­gen­journals nieder­schlug. Ein weiterer Dank geht an die Unternehmen in Walters­hausen, da sie zum einen einen tiefen Einblick in die tägliche Arbeit gegeben haben und zum anderen in den Köpfen der Schüle­rInnen gegen Geschlech­ter­vor­urteile angegangen sind.

Wir hoffen, dass auch in Zukunft Berufs­ori­en­tierung so praxisnah umgesetzt werden kann.

 

Herr Patzer

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