Auch in diesem Jahr fuhren die Schüler der Klassen 7c und 7e auf Klassenfahrt. Am Montag, dem 17.05.2010, machten wir uns auf den Weg nach Sonneberg in ein Outdoor-Camp. Nach einer zweistündigen Busfahrt stellte sich heraus, dass unser großer Bus die schmale Zufahrt zur Unterkunft nicht schaffte, sodass wir den steinigen Weg mit unseren brechend vollen Koffern hinauflaufen mussten. Manche Schülerinnen hatten ihren ganzen „Beauty-
Salon“ mit, was den Aufstieg nicht gerade erleichterte.
Erschöpft erreichten wir die Jugendherberge, wo wir herzlich von den Trainern empfangen wurden. Kurz darauf bezogen wir unsere Zimmer. Doch viel Zeit blieb uns nicht, da gleich die erste Aktivität auf uns wartete. Während die Klasse 7e mit Konferenzbikes (6 Schüler mit Fahrer auf einem Rad) rund um Sonneberg unterwegs waren, hatte die 7c die Aufgabe, eine Brücke über einen See zu bauen. Zur Verfügung standen uns für dieses Unternehmen nur einige Tonnen, Seile, Leitern und Schlauchboote. Da war guter Rat teuer und drei unserer Mitschüler gingen im wahrsten Sinne des Wortes baden. Zum Glück hatten wir Wechselsachen mit. Leider gelang es uns trotz großer Anstrengungen nicht bis ans gegenüberliegende Ufer. Aber Spaß hatten wir reichlich, auch wenn es am ersten Tag mit der Teamarbeit noch nicht s richtig geklappt hat. Ziemlich geschafft trafen sich alle wieder im Outdoor-Inn, wo es ein leckeres Abendessen gab.
Am nächsten Tag stand ein weiteres Highlight auf dem Programm. Alle fuhren in den Hochseilgarten nach Steinach. In verschiedenen Gruppen mussten wir unsere Teamfähigkeit erneut in mehreren Prüfungen unter Beweis stellen. So galt es zum Beispiel einen Hindernisparkour mit der ganzen Klasse zu bewältigen, ohne dass jemand den Boden berührte. Wenn doch gab es Strafpunkte, die Zeit war natürlich auch wichtig. Besonders toll war das anschließende Klettern im Hochseilgarten. Da hat fast jeder seinen Mut bewiesen und wir fanden es alle richtig lustig. Eine Qual war hingegen für manche die GPS-Tour durchs Gelände. Auch wenn wir unser Ziel erreichten, mussten wir doch den ein oder anderen beschwerliche Umweg in Kauf nehmen, da der Umgang mit den GPS-Geräten doch nicht so einfach war, wie wir anfänglich glaubten. Am Ende dieses spannenden Tages waren sich jedoch alle einig, dass wir immer besser als Team zusammenarbeiten.
Der dritte Tag fing mit einem Geburtstagsständchen für Frau Römhild an, die noch recht verschlafen blickte. Aber bis zum Frühstück waren auch die Lehrer wieder fit. Leider hatten wir an diesem Tag furchtbares Wetter (It was raining cats and dogs – wie der Engländer sagen würde) und die Outdoor-Geschicklichkeitsspiele erforderten einige Überwindung. Aber wir haben das durchgezogen und echte Teamwork bewiesen.
Das Nachmittagsprogramm mussten wir wegen des Wetters ändern, sodass sich einige auf den Weg ins Hallenbad machten, andere amüsierten sich beim Laser-Biathlon. Hier zeigte sich, wer ein wirklich guter Schütze ist und auch nach Belastung noch ein ruhiges Händchen hat. Preise gab es natürlich auch.
Da es uns allen richtig gut gefallen hat und wir toll betreut und verpflegt wurden, überlegten sich einige noch Sprüche für das Gästebuch, selbstverständlich gereimt.
Nach dem Abendessen erwartete uns der Bus für die Heimfahrt. Diesmal wurde unser Gepäck transportiert, denn es regnete noch immer.
Zuhause angekommen gab es viel zu erzählen, bis wir wie die Steine ins Bett fielen. Ein Besuch in Sonneberg können wir allen Klassen empfehlen.
Gesamtschüler sind Preisträger beim diesjährigen Geschichtswettbewerb der „Stiftung Ettersberg“
Ein großer Erfolg gelang zwei Seminarfachgruppen der KGS Herzog Ernst Gotha beim 7. Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg im Seminarfach 2010 „Diktaturerfahrung und demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa“. Die Beiträge „Wie ein Stolperstein sechzehnjährige Gothaer Schüler dazu brachte, dem Thüringer Ministerpräsidenten das Mikrofon aus der Hand zu nehmen“ von Julia Finger, Philip Krause, Sebastian Lang, Philipp Matthäi und Michael Schulz sowie „Demokratie zwischen den Mühlsteinen: Der Weg in die nationalsozialistische Diktatur am Beispiel Gothas vom Ende des Ersten Weltkrieges bis Mitte der dreißiger Jahre. Eine erläuterte Power Point Präsentation“ von Armin Henniger, Robert Jarmuschek, Stefan Lindemann, Karolin Schmalz und Martin Synold wurden beide mit dem zweiten Platz geehrt – ein erster Preis wurde in diesem Jahr nicht vergeben.
Ehrende Worte fanden Prof. Dr. Roland Merten, Staatsekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Juryvorsitzende Prof. Dr. Gunther Mai von der Universität Erfurt sowie Prof. Dr. Hans- Joachim Veen von der Stiftung Ettersberg.
Nach den Erfolgen mit dem Stadtrundgang zu Spuren jüdischen Lebens, mit der Untersuchung der Nachkriegszeit in Gotha, mit der Geschichte der Deutschen Aufbauschule in der Nazizeit und mit einer Arbeit zur RAF sind die Gesamtschüler nun insgesamt sechsmal Preisträger des Schülerwettbewerbs, womit sich Gotha bei diesem als erfolgreichste Stadt bzw. Region präsentiert.